Schadenersatz des Arbeitgebers bei vorsätzlicher Schädigung durch Asbestbelastung

Ein Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer Schadenersatz zu leisten, wenn er ihn ohne Beachtung von Sicherheitsvorschriften bei der Asbestsanierung einsetzt. Dies hat das Bundesarbeitsgericht am 20. Juni 2013 entschieden (8 AZR 471/12).

In dem entschiedenen Fall war ein Arbeitnehmer bei der Sanierung eines asbestverseuchten Gebäudes eingesetzt worden. Dem Arbeitgeber waren die von Asbest ausgehenden Gefahren genaustens bekannt. Dennoch traf er keinerlei Schutzvorkehrungen, um die eingesetzten Arbeitnehmer vor austretendem Asbeststaub zu schützen.

Dies sah das Bundesarbeitsgericht als vorsätzliche Schädigung der Arbeitnehmer an. Folge ist, dass das Haftungsprivileg des Arbeitgebers nach § 636 Abs. 1 Reichsversicherungsordnung nicht zur Anwendung kommt, sondern der Arbeitgeber in vollem Umfang haftet.

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